Wenn du Musik veröffentlichst, stellt sich früher oder später die Frage: Muss mein Track als „Explicit Content“ (auch „Harte Texte“) gekennzeichnet werden? Die gute Nachricht: Die Musikstores geben hierfür klare Richtlinien vor.
Wann gilt ein Track als „Explicit“?
Grundsätzlich gilt: Enthält dein Song oder sogar schon der Songtitel eindeutig vulgäre oder obszöne Begriffe wie zum Beispiel das englische F-Wort, ist eine Kennzeichnung als „Explicit Content“ verpflichtend. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Begriffe im Text oder im Titel vorkommen.
Eine hilfreiche Faustregel zur Einschätzung lautet:
„Würdest du diesen Song deinem fünfjährigen Kind vorspielen?“
Wenn die Antwort „nein“ ist, solltest du den Track sehr wahrscheinlich als „Harte Texte“ markieren.
So markierst du deinen Track richtig
Setze beim Anlegen deines Releases einfach beim jeweiligen Track den Haken bei „enthält explicit lyrics“. Damit stellst du sicher, dass dein Release den Store-Richtlinien entspricht.
Auswirkungen auf die Verfügbarkeit
Tracks mit expliziten Inhalten können in einigen Stores in ihrer Verfügbarkeit eingeschränkt sein. Die meisten großen Plattformen wie Spotify, Apple Music, Amazon Music oder Deezer bieten Nutzer:innen jedoch die Möglichkeit, explizite Inhalte in den App-Einstellungen auszublenden. In diesem Fall werden diese Songs den entsprechenden Hörer:innen nicht mehr angezeigt.
Bei Spotify betrifft das zusätzlich alle Nutzer:innen des Spotify-Kids-Tarifs, da dort grundsätzlich keine expliziten Inhalte verfügbar sind. Wichtig für Künstler:innen: Die Chancen, in kuratierte Playlists aufgenommen zu werden oder im Release Radar der Fans zu erscheinen, werden durch die Explicit-Kennzeichnung nicht beeinträchtigt.
Länderspezifische Einschränkungen bei Apple Music
Bei iTunes bzw. Apple Music sind explizite Inhalte in einigen Ländern grundsätzlich nicht verfügbar. Dazu zählen aktuell:
- Belarus
- Burkina Faso
- Indien
- Nepal
- Usbekistan
Wichtiger Hinweis zum Cover-Artwork
Wenn dein Cover das „Explicit Content“-Logo trägt, muss mindestens ein Track des Releases auch tatsächlich als „Harte Texte“ markiert sein. Andernfalls kann es zu Problemen bei der Freigabe in den Stores kommen.
Fazit:
Eine korrekte Explicit-Kennzeichnung schützt dich vor unnötigen Verzögerungen oder Ablehnungen und sorgt dafür, dass dein Release weltweit regelkonform erscheint. Im Zweifel gilt: lieber einmal mehr korrekt markieren als einmal zu wenig.
Wichtiger Hinweis
Dieser Artikel kann keinen Anspruch auf Aktualität haben, da er sich mit einem externen Tool/Dienst befasst und nur den Stand des o.g. Zeitpunktes der Erstellung des Artikels reflektieren kann. Wir versuchen wichtige Tools, die wir auch selbst nutzen würden, aber regelmäßig zu überprüfen und etwaige Änderungen (z.B. im Anmeldeprozess) in unsere Artikeln zu übernehmen.