Radioplay ist in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) nach wie vor ein echter Hebel: für Reichweite, Glaubwürdigkeit („Radio spielt das“) und – je nach Sender/Format – auch für messbare Anschluss-Effekte bei Streams, Shazams, Ticketing & Presse. Gleichzeitig ist klassische Bemusterung per E-Mail/WeTransfer/USB längst nicht mehr der Standard, weil Redaktionen strukturierte Workflows brauchen. Genau hier setzt das Music Promotion Network (MPN) an.
Was ist das MPN?
Das MPN (Music Promotion Network) ist eine zentrale Online-Plattform, über die Labels/Promoter/Agenturen Neuveröffentlichungen an Musikredakteur*innen aus Radio, TV, Print und Online bereitstellen – inklusive Vollstreams, Downloads in sendefähiger Qualität und begleitender Infos. Es versteht sich als „Brücke“ zwischen Musikindustrie und Medien.
Für Deutschland beschreibt PHONONET das MPN u. a. so: über 3.000 Musikredakteure recherchieren im MPN (Radio/Print/TV/Online). Für die Schweiz nennt PHONONET über 500 Redakteure als Größenordnung.
Kurz: MPN ist kein „Promo-Magic-Button“, sondern eine professionelle Infrastruktur, über die Redaktionen neue Musik effizient finden, anhören und (wenn passend) übernehmen können.
Quelle: https://www.phononet.de/produkte/mpn-musik-promotion-network/
Welche Möglichkeiten der MPN-Nutzung bietet Plattenfirma to go an?
Neben einer Vollbemusterung (399€) aller im MPN befindlichen Kontakte (ca. 3200) bieten wir auch eine deutlich günstigere „kompakte“ Bemusterung (199€) an. In diesem Paket sind trotzdem noch ca. 1500 Kontakte enthalten inklusive der wichtigen öffentlich-rechtlichen Sender sowie diverser Webradios.
Was bringt MPN bei anstehenden Veröffentlichungen wirklich?
Du erfüllst das „Format“-Kriterium vieler Redaktionen
Viele Redaktionen möchten neue Musik nicht über unübersichtliche Mail-Anhänge, wechselnde Links oder Privat-Uploads bekommen, sondern über ein System mit sauberer Metadaten-Logik und Download-Optionen in passender Qualität. MPN ist genau dafür gebaut: Titel sind auffindbar, anhörbar, downloadbar – 24/7.
Du wirst dort sichtbar, wo aktiv gesucht wird
Redakteur*innen nutzen Such- und Filterfunktionen (Genre, Label, Zeitraum, etc.), um passende Titel zu finden. Das heißt: Wenn dein Track in das Format passt, kann er „organisch“ entdeckt werden – ohne dass du jede Redaktion einzeln anschreiben musst.
Es ist ein Standard-Baustein für Radiopromotion (DACH)
Für viele Kampagnen in Deutschland/Österreich/Schweiz ist MPN schlicht der „Common Ground“, auf den sich alle einigen können: „Der Track ist im MPN – du kannst ihn dir dort ziehen.“ Das erleichtert Follow-ups enorm.
Verdeutlicht Professionalität und Relevanz
Die MPN-Verfügbarkeit eines Releases verdeutlicht Ernsthaftigkeit und langfristige Perspektive bei der Platzierung deines Projekts als professionelle und relevante Veröffentlichung.
Die ehrliche Einschränkung: MPN ersetzt keine Promotion
MPN ist Distribution in Redaktionen hinein, aber nicht automatisch Überzeugung. In der Praxis entscheiden Radio-Redakteure vor allem nach:
- Format/Sendung passt zum Genre & Tempo & Sound
- Story/Anlass (Tour, Feature, regionale Relevanz, TikTok-Momentum, Community)
- Editoren-/Music-Meeting-Dynamik > subjektiver Geschmack
- „Confidence“: wirkt das Projekt professionell?
Heißt: MPN funktioniert am besten, wenn du es mit aktiver Ansprache kombinierst – also telefonischem Nachfassen, gezielten Mails oder sogar per postalischer Sendung von Tonträgern mit spannendem Begleitmaterial. Bei Letzterem habe immer auf dem Schirm, dass niemand Zeit hat viel zu lesen oder ein Projekt/Anschreiben/Paket erst „verstehen“ zu müssen. Ungewöhnliche Dinge, Humor oder emotionale Ansprache kann aber trotzdem funktionieren (solange noch echte Menschen in Redaktionen arbeiten).
Für wen kann sich die Nutzung des MPN lohnen?
Sehr sinnvoll, wenn …
- deine Musik realistisch im Radio „funktionieren“ kann (Pop, AC, Dance, Urban, Schlager, Rock – je nach Senderlandschaft)
- du eine professionelle Außendarstellung hast (EPK, Pressetext, saubere Credits)
- du Zeit für gezieltes Follow-up einplanst
- du mehr als nur „Streams“ willst (Presse, Interview, Redaktionstermine, Multiplikatoren)
Eher nur bedingt sinnvoll, wenn …
- dein Release extrem nischig ist und es kaum passende Spezialsendungen/Webradios dafür gibt
- du keine Kapazität für Ansprache hast und nur auf Zufallsfund hoffst
- dein Track (noch) nicht „sendefertig“ ist (Radio Edit, Intro-Länge, Clean-Version, etc.)
Fazit: Ist MPN sinnvoll für anstehende Veröffentlichungen?
Ja – wenn Radio/Medienarbeit ein echtes Ziel ist.
MPN ist in DACH eine der zentralen Infrastrukturen, um Releases professionell für Redaktionen bereitzustellen und „anschlussfähig“ zu sein.
Aber: Der größte Hebel entsteht erst durch die Kombination aus
(1) MPN-Listung + (2) sauberer Vorbereitung + (3) gezielter Ansprache.
Wer nur „hochlädt und hofft“, verschenkt Potenzial.
Wichtiger Hinweis
Dieser Artikel kann keinen Anspruch auf Aktualität haben, da er sich mit einem externen Tool/Dienst befasst und nur den Stand des o.g. Zeitpunktes der Erstellung des Artikels reflektieren kann. Wir versuchen wichtige Tools, die wir auch selbst nutzen würden, aber regelmäßig zu überprüfen und etwaige Änderungen (z.B. im Anmeldeprozess) in unsere Artikeln zu übernehmen.
