In diesem Blogartikel geht es um die Voraussetzungen für Lyrics, die von uns zu LyricFind ausgeliefert werden. LyricFind stellt Songtexte für über 120 Produkte und Plattformen weltweit bereit. Zu diesen Produkten und Plattformen gehören unter anderem Google Search/Home, Youtube Music, Amazon Music, Alexa, Deezer, Pandora, iHeartRadio und SoundHound.
Wichtig: Lyrics für Spotify, AppleMusic, Instagram & Facebook müssen über den eigenständigen Service Musixmatch eingereicht werden. Dazu findet ihr hier einen weiteren Blogartikel.
Songstruktur und Absätze
Die Gliederung des Textes sollte sich am Aufbau des Songs orientieren. Jede gesungene Textzeile steht in einer eigenen Zeile. Zwischen unterschiedlichen Songabschnitten, beispielsweise Strophe, Refrain oder Bridge, wird eine Leerzeile eingefügt.
Ein neuer Abschnitt ist insbesondere sinnvoll, wenn sich der Rhythmus, das Tempo oder die Art des Vortrags deutlich verändert, etwa beim Wechsel von Gesang zu Rap.
Beispiele
- Beginn eines neuen Refrains oder einer Hook.
- Wechsel von Gesang zu Rap.
Groß- und Kleinschreibung
Es gelten grundsätzlich die Rechtschreibregeln der jeweiligen Sprache. Jede Textzeile beginnt mit einem Großbuchstaben.
Eigennamen, geografische Bezeichnungen, Akronyme und religiöse Begriffe werden entsprechend der üblichen Schreibweise großgeschrieben. Vollständig großgeschriebene Wörter oder Zeilen sollten nur sparsam verwendet werden, beispielsweise wenn eine Passage deutlich geschrien wird.
Beispiele
- Gott, Du, Sein, Dein (in religiösen Liedern).
- East Coast, Southside oder F.B.I.
Zeichensetzung
Die Zeichensetzung sollte möglichst zurückhaltend eingesetzt werden. Punkte und Kommas gehören in der Regel nicht an das Ende einer Textzeile.
Fragezeichen, Ausrufezeichen und Anführungszeichen können verwendet werden, wenn sie für das Verständnis notwendig sind. Satzzeichen dürfen jedoch nicht mehrfach hintereinander gesetzt werden, um eine stärkere Betonung auszudrücken.
Apostrophe, Bindestriche, Klammern und Punkte innerhalb von Abkürzungen können verwendet werden, wenn sie sprachlich erforderlich sind.
Beispiele
- L-Y-R-I-C-S als buchstabiertes Wort.
- ‚Rari als Kurzform von Ferrari.
Wiederholungen vollständig ausschreiben
Wiederholte Zeilen müssen jedes Mal vollständig ausgeschrieben werden. Angaben wie „Refrain wiederholen“ oder „Repeat x2“ sind nicht zulässig.
Wiederholt sich eine Passage am Ende des Songs und wird dabei ausgeblendet, kann dies durch Auslassungspunkte am Ende der letzten Wiederholung gekennzeichnet werden.
Beispiele
- „I’ll keep barking up the wrong tree“ wird bei jeder Wiederholung erneut ausgeschrieben.
- Bei einem Fade-out endet die letzte Wiederholung mit „…“.
Gesprochene Passagen
Gesprochene Unterhaltungen oder Textpassagen müssen normalerweise nicht transkribiert werden.
Bei Live-Aufnahmen können gesprochene Ansagen aufgenommen werden, sofern sie zur Performance gehören und den eigentlichen Liedtext nicht überlagern oder unterbrechen.
Beispiele
- Die Vorstellung der Band in einer Live-Version.
- Eine Aufforderung an das Publikum, die Handylichter einzuschalten.
Hintergrundgesang
Hintergrundgesang wird in Klammern geschrieben und dadurch vom Hauptgesang abgegrenzt. Er sollte nur aufgenommen werden, wenn er inhaltlich oder stilistisch zum Song beiträgt.
Der eigenständige Gesang eines Featuring-Artists gilt nicht als Hintergrundgesang und wird daher wie normaler Haupttext behandelt.
Laute und Gesang ohne Wörter
Laute und Silben ohne konkrete Wortbedeutung sollten nur transkribiert werden, wenn sie klar erkennbar sind und einen relevanten Bestandteil des Songs darstellen. Dazu können beispielsweise „Oh“, „Mmm“, „La-la-la“ oder bestimmte Zwischenrufe gehören.
Improvisierter Scat-Gesang wird hingegen als instrumentaler Bestandteil behandelt und nicht aufgeschrieben. Auch computergenerierte Geräusche wie Türklingeln, Autohupen oder andere Soundeffekte gehören nicht in die Lyrics.
Beispiele
- „Whoa“, „Mmm“ oder „La-la-la“ können Bestandteil der Lyrics sein.
- Scat-Gesang sowie Telefonklingeln oder Autohupen werden nicht transkribiert.
Samples
Gesampelte Stimmen oder Textpassagen sollten transkribiert werden, wenn sie den lyrischen Inhalt des Songs unterstützen oder einen erkennbaren Teil des Textes bilden.
Explizite und bereinigte Texte
Explizite Wörter müssen genau so geschrieben werden, wie sie im Audio zu hören sind.
Wurde nur ein Teil eines Wortes ausgeblendet, werden die nicht hörbaren Buchstaben durch einzelne Sternchen ersetzt. Wurde ein vollständiges Wort entfernt oder durch einen Piepton ersetzt, wird es mit vier Sternchen dargestellt.
Die Kennzeichnung „Clean“ sollte nur verwendet werden, wenn zusätzlich eine andere Version des Songs mit explizitem Inhalt existiert.
Beispiele
- motherf****** bei teilweise ausgeblendeten Buchstaben.
- **** wenn ein vollständiges Wort durch Stille oder einen Piepton ersetzt wurde.
Mehrsprachige Passagen
Enthält ein Song einzelne Passagen in einer anderen Sprache, werden diese in der tatsächlich gesungenen Sprache transkribiert. Eine Übersetzung ist nicht erforderlich.
Checkliste vor der Einreichung
- Alle gesungenen Textzeilen vollständig übernommen.
- Wiederholungen vollständig ausgeschrieben.
- Strophen und Refrains korrekt durch Leerzeilen getrennt.
- Jede Zeile beginnt mit einem Großbuchstaben.
- Zeichensetzung sparsam und korrekt verwendet.
- Hintergrundgesang in Klammern gesetzt.
- Explizite oder bereinigte Wörter korrekt transkribiert.
- Keine Scat-Passagen oder computergenerierten Soundeffekte aufgenommen.
- Mehrsprachige Textstellen in der Originalsprache belassen.
Bereite deine Lyrics korrekt in einem offenen Word-Dokument auf und schicke dieses dann an deinen Ansprechpartner per Mail. Dann können die Lyrics zu deinem Release hinzugefügt werden.
